Von San Diego nach Hawaii & in die Baja

Aber bevor wir die Sprache, die Kohle und unser Sicherheitsdenken umstellen, gabs noch etwas USA. 

Genauer gesagt San Diego. Wir würden sagen verdammt entspannt, verdammt hohe Lebensqualität. Ob Balboa Park, Gaslamp Quartier mit den wirklich vielen tollen Bars und Restaurants, tolle Strände oder Waterfront - es hat uns von der ersten Minute an gefallen. Wir haben fantastisch gegessen, waren an der San Diego Fahrzeugmesse (das machen die Europäer wesentlich besser) und einfach etwas den Flow von San Diego genossen. Höhepunkt war, dass André uns aus der Schweiz besucht hat und wir wieder mal mit jemand anders als nur mit uns schweizerdeutsch sprechen konnten. Schön bist du gekommen André. Auf der Velotour in den Cabrillo Nationalpark den Herzinfarkt knapp abgewendet und in Mission Beach in einem Haus direkt am Meer sich wie ein Filmstar gefühlt. La Jolla auch besucht und eigentlich alles rund um San Diego. Mittendrin noch ins vielleicht geilste Fitnesscenter der Welt gegangen. Ja San Diego und die Vollis…das hat gepasst. 

Zwischendurch haben wir uns noch nach Hawaii gewagt. Das Paradies hat man uns versprochen. Es ist nicht so, dass wir tatsächlich eine Beschwerdestelle aufgesucht haben, aber in den ersten Tagen hätten wir das gerne. Eines vorneweg, die schönen Hula Tänzerinnen haben wir nicht gefunden…aber Hula Tänzerinnen. Big Island, Ostseite. 1 Woche - davon hat es jeden Tag geregnet (zum Glück hat ER ein Cabrio gemietet). Die Stadt Hilo zum vergessen (wenn das das Paradies ist, ist Horgen am Zürichsee der Himmel auf Erden). Die Menschen immer freundlich, zufrieden aber auch sehr arm (zeigt sich an den vielen heruntergekommenen Häusern und teils halt eben auch an der Optik der Menschen). Fauna und Flora wie im Regenwald und hübsche Strände - naja wenn dir nicht gerade die nackten Hippies die Sicht aufs Meer versperren, ganz okay (aber dafür reicht Miami und Ibiza auch). Positiv, Unsere Unterkunft inmitten eines auf der Insel erkalteten Lavafeldes. Ein Strand um die Ecke der sehr einsam war und vor allem die Baumfrösche (Video unten) die uns jeden Abend lauthals und während der ganzen Nacht begrüssten. Nationalpark der Vulkane ebenfalls besucht und auch sonst jeden Tag einen Ausflug gemacht (sei es zu Wasserfällen oder an einen weiteren Strand). Die Westseite der Insel war dann ganz anders. Viel karger (auch mit den erkalteten Lavafeldern), luxuriöse Resorts und schön sauber resp. komplett angezogene Menschen. Es hat uns gefallen - Tränen in den Augen beim Abschied hatten wir jedoch nicht. Auf ging es auf die Jurassic Park Insel Kauai. Grüner Garten Hawaiis. Und wirklich - wer Jurassic Park gesehen hat, hat Kauai gesehen. Eine wunderschöne Insel - schöne (aber kleine) Strände. Wir haben gerade die Zeit auf Kauai noch mehr genossen als auf Big Island - mag am viel besseren Wetter liegen oder einfach am Fakt, dass alles viel kompakter ist und wir wirklich Plätze gefunden haben die die Bezeichnung „Paradies“ verdient haben. Fazit: Was wir gesehen haben von Hawaii ist schön. Punkt. Würden wir persönlich dafür extra aus der Schweiz anfliegen? Eher nicht. Braungebrannt und entspannt haben wir die Insel wieder verlassen. Froh auch diesen Teil der Welt etwas besser gesehen zu haben. Für alles andere lassen wir die Bilder sprechen - ist eh gescheiter.

Nach über 25,000 gefahrenen Kilometern, 17 Nationalparks und 30 Bundesstaaten ziehen wir ein Fazit über die USA:
Ganz ohne fake News, FANTASTISCH! Wenn wir an die 8 Monate zurückdenken, die wir in diesem Land verbringen durften, überkommt uns ein Glücksgefühl. Die wunderschönen Nationalpärke, die Freundlichkeit der Leute immer und überall, die spannenden Städte, die Weite und die Möglichkeiten sind in der Tat unbegrenzt. Das Land hat alles was das Reiseherz begehrt - zu hohen Reisekosten allerdings auch. Natürlich hätten wir gerne noch Alaska gemacht (dafür haben wir Neufundland gesehen) und auch Utah und Umgebung' mussten wir aufgrund der Jahreszeit skippen - wir sind uns aber heute schon sicher, dies werden wir alles nachholen. Wir auf jeden Fall haben unsere zuerst eher vorsichtige Meinung über Amerika massiv geändert - Politik ist nicht das Land und dieses Land hat eine Menge fantastische Menschen deren der Rest der Welt nicht egal ist. USA mit uns, jederzeit wieder gerne! :-)

Und jetzt…jetzt sind wir in einem Land welches gemäss Statistiken 5 der 10 gefährlichsten Städte der Welt beherbergt (das muss man sich mal vorstellen). Ein Land das 35’000 Ermordungen/Jahr auf dem Zähler hat - das sind knapp 100 PRO Tag! - und bekannt für Guacamole, Tequila und Herzlichkeit ist. Heimat des Sombreros, Totenkults und Tacos. Wir freuen uns drauf, denn in Mexico waren wir noch nie. Wir planen die gesamte Baja California zu fahren und dann das Land  bis zur Ostküste zu überqueren. Wir freuen uns auf Gespräche mit Einheimischen, Reisenden, Polizei und Militär….und dabei immer schön lächeln, winken und mit einem freundlichen ‘muchas gracias, Senior!’ die Fliege machen.

Aber mehr von der Baja und Mexiko in ca. 6 Wochen wo wir planen in Cancun anzukommen.

Adios y hasta pronto

Zebu und die Vollis

PS: Die Bilder sind unter Big Island, Kauai & San Diego abgelegt

PSS: die Route findet ihr auf der Frontseite ganz unten und die spannenden Begegnungen unter Rendez-Vous

Anbei einige Handy-Schnappschüsse und Eindrücke


rita vollenweider